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Epilepsie

Wenn man „Epilepsie“ hört, denkt man sofort an das Zucken eines generalisierten Anfalls.
Diese Erkrankung hat aber noch viele andere Gesichter.

Was ist Epilepsie?

Das Wort „Epilepsie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet nichts anderes als „Anfall". Ein epileptischer Anfall ist eine kurze Funktionsstörung des Gehirns. Dabei ist die Informationsübertragung zwischen Nervenzellen - und meist auch deren Steuerungsfunktion für körperliche Bewegungsabläufe - gestört.

Jeder Mensch kann unter bestimmten Bedingungen einen epileptischen Anfall erleiden; das Gehirn kann durch verschiedene Maßnahmen oder Einwirkungen so gereizt werden, dass eine Übererregbarkeit der Gehirnzellen entsteht. Dann kann es zu unkontrollierten Entladungen von Zellen und Zellgruppen und in der Folge zu einem epileptischen Anfall kommen: Anstelle von normalen kontrollierten Bewegungen tritt ein Krampf auf, weil die Muskeln die chaotischen Befehle der Nervenzellen ausführen. Ein einzelner Anfall macht jedoch noch keine Epilepsie.

Erst bei wiederholt spontan auftretenden Anfällen spricht man von Epilepsie.
Ungefähr 0,5 bis 1 % der Bevölkerung leiden unter einer solchen Erkrankung.
Früher waren Anfallsleiden mit dem Stigma des „Unheimlichen" behaftet. In neuerer Zeit bildete sich durch verbessertes medizinisches Wissen eine neue und unvoreingenommene Einstellung gegenüber Anfallserkrankungen heraus. Heute gibt es für die verschiedenen Formen der Epilepsie entsprechende Medikamente (Antiepileptika oder Antikonvulsiva).

Im Zuge der Betreuung durch einen Neurologen oder durch die Anfallsambulanz einer Klinik werden ein oder mehrere Präparate verordnet, mit denen in den meisten Fällen Anfallsfreiheit oder ein Rückgang der Anfälle erreicht werden kann. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, ob Sie das verordnete Medikament auch in einer einmal täglichen Dosierung einnehmen können. In vielen Fällen wird ein hohes Maß an Komfort bei der Behandlung erreicht, wenn das Präparat nur einmal täglich eingenommen zu werden braucht. Wenn mehrere Dosen erforderlich sind, wird Ihr Arzt die für Sie angenehmsten Einnahmezeiten mit Ihnen abstimmen.

Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung spielt die psychische Betreuung epileptischer Patienten eine entscheidende Rolle für die Bewältigung der Krankheit. Selbsthilfegruppen bieten Beratung und Unterstützung an.




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